Als Medium ist es hin und wieder einschränkend nur virtuell zu existieren, denn als Onlinemagazin sieht man sich Problemen ausgesetzt, aber auch Chancen.
Gedanken zur eigenen Form.



Dieser Text befindet sich in einer Datenbank des Mosaïque Magazins. Er ist abgespeichert und für alle Menschen dieses Planeten, egal wo sie sich befinden, zugänglich; solang der potenzielle Leser über einen Internetzugang verfügt. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit sich Inhalte als Offline-Datei zu speichern, als PDF, als Internetseite, als was auch immer. Aber dies tut der normale Leser so gut wie nie. So sind wir als Betreiber des Magazins darauf angewiesen, dass unsere Leser uns online erreichen können.
Mit dem Einzug der Smartphones und der immer weiter steigenden Verbreitung von mobilen Internetgeräten (Mobiltelefone, Tablets, Laptops usw.) ist die Möglichkeit gegeben, uns außerhalb des eigenen Heims, in so gut wie jeder Situation, lesen zu können.
Als das mobile Internet noch nicht existent war und auch später, als es noch in den Kinderschuhen steckte, war es ein klarer Vorteil von Printmedien auch unterwegs gelesen werden zu können. Die Onlineseiten hatten ein Spartendasein als Lektüre für Daheim. Zwar aktueller als die gedruckten Vetter, aber eben nur stationär einsehbar, außerdem meist nur in Form von abgespeckten Versionen der Printartikel. Zudem waren Onlineseiten, als der kleine Bruder des Print, redaktionell mit meist wesentlich weniger Personal ausgestattet.
Im Fahrwasser des mobilen Netzzugangs sahen sich die Printmedien als verdrängtes Treibgut. Eine gravierende Umwälzung der medialen Landschaft vollzog sich, angesichts der Jahrhunderte in denen Print DAS Medium darstellte, rasend schnell: Online-Redaktionen wurden aufgestockt, quantitativ und qualitativ. Aus 'im' wurde 'auf': Immer öfter hörte man die Worte "auf einer Onlineseite" statt "in einer Zeitung".

Wir strateten 1998 als ein Printmagazin und vollzogen (aus finanziellen und praktischen Gründen) den Wandel zum Onlinemagazin bereits 1999. Zuerst in Form einer GeoCities-Seite, dann, ab 2002, als eigenständige Plattform. Damals wie heute galt für uns der Anspruch eines unabhängigen Magazins. Dies war für uns in Form eines Onlinemediums am einfachsten umzusetzen. Die Kosten für Print und Online unterscheiden sich drastisch. Allein der Druck und das Verteilen sind Posten, die einem bei Online ersparrt bleiben.
Multimediale Inhalte wie Video und Audio, musste man als Printerzeugnis noch mittels CD oder DVD liefern, online ist das ohne weitere Zwischenmedien anzubieten. So waren uns auch kreative Schranken gesetzt, als wir die Kosten abwägen mussten und uns dann oft gegen einen multimedialen Inhalt entschieden.

Aber es gibt auch Schwierigkeiten, die sich allein der Onlineform auftun. Inhalte könnten durch Hacker verändert, Nutzerdaten geklaut werden. Absicherung spielt eine größere Rolle als bei Print: Einen Zeitungsartikel kann man nicht einfach ändern, der Leser hat seine Zeitung gekauft und besitzt diese. Selbst wenn mal jemand eine Zeitung mittels eines Stiftes so meisterhaft ändert, dass der Leser es nicht bemerkt, so ist dies nur mit einer Zeitung, einem Exemplar, geschehen. Online würde das alle Leser treffen und das bis der Hack auffällt und die Folgen behoben sind.
Eine Zeitung dient als Zeitzeuge, ein einmalig produziertes Stück Papier, eine Onlineseite ist zu jedem Zeitpunkt veränderbar. So ist es wichtig als Betreiber/Anbieter des Online-Inhalts, Vertrauen zu schaffen, sowohl dem Leser, als auch dem Verfasser gegenüber. Beide müssen sich darauf verlassen können, dass der Inhalt unverfälscht ist und bleibt.
Die ökologischen Aspekte sind noch zu umstritten, als dass man hier positive und negative herauskristallisieren könnte, die entweder für oder gegen die Onlineform sprechen könnten (Beispielsweise die Debatten um das Thema 'Papiersparen vs. Stromverbrauchen' und so weiter).

Das Mosaïque Magazin wird ein Onlinemagazin bleiben, aber auch wir versuchen es unseren Lesern zu ermöglichen uns in Papierform zu genießen. Seit 2013 bieten wir unsere Ausgaben auch als PDF an. So kann sich jeder das Magazin ausdrucken, oder auf einem Tablet mit einem Reader ansehen, ohne eine Internetverbindung hergestellt haben zu müssen. Vielen Menschen liegt das Lesen auf Papier eher als auf einem Bildschirm.
Was dabei natürlich auf der Strecke bleibt sind die multimedialen Inhalte, und jene, die nicht zu einer bestimmten Ausgabe gehören.



Artikelbild: public domain
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